Der Weg zum Vorstellungsgespräch

Es ist wichtig, pünktlich zum Bewerbungsgespräch zu erscheinen.

Planen Sie Ihren Weg vorher und planen Sie genug Zeit für evtl. Verspätungen ein.

Es wird empfohlen, das Unternehmen einige Tage vor dem Gespräch anzurufen und nach einer Wegbeschreibung zu fragen.

Karten zur Planung der Strecke

Öffentliche Verkehrsmittel und Fahrpläne

Arbeitnehmerrechte in Deutschland

Erläuterung

Wenn Sie eine Arbeit aufnehmen, gibt es einige Dinge, die Sie und Ihr Vorgesetzter voraussetzen können (RECHTE) und auch Dinge, die sie beide allgemein und immer tun sollten (PFLICHTEN).

Manche Menschen denken, dass Flüchtlinge (mit Arbeitserlaubnis) und Arbeitsmigranten nicht die gleichen Rechte haben wie Deutsche. Dies stimmt NICHT! Sie haben gleichen Rechte wie deutsche Arbeitnehmer.

Rechte am Arbeitsplatz/Arbeitnehmerrechte

Wenn Sie einen Arbeitsvertrag eingehen, sollte dieser folgende Dinge beinhalten: (1) Arbeitskonditionen; (2) Rechte; (3) Verantwortlichkeitsbereich(e); (4) Pflichten

Diese nennt man normalerweise “Bestimmungen”. D.h.: Aus ihrem Arbeitsvertrag sollte hervorgehen, wie ihr Job definiert ist, wie viele Stunden Sie arbeiten, wie viel Sie verdienen, was von Ihnen erwartet wird und was Sie von Ihrem Arbeitgeber erwarten können (Urlaubsregelungen, etc.)

Es gelten dazu auch sogenannte implizite Bestimmungen. Manche Dinge werden für so offensichtlich gehalten, dass sie nicht im Vertrag stehen müssen:

  • Ihr Vorgesetzter muss sich um die Sicherheit am Arbeitsplatz kümmern
  • Dinge, die für den Job absolut notwendig ist (wenn Sie ein Postfahrer sind, sollten Sie einen gültigen Führerschein besitzen)
  • Angestellte dürfen ihren Arbeitgeber bestehlen
  • Etwas, das in der Firma schon seit Jahren regelmäßig gemacht wird (z.B. Weihnachtsgeld, Beteiligung an Gewinnen, etc.)

Zusammengefasst Angestellte, auch Flüchtlinge und Arbeitsmigranten, haben das Recht,

  • einen schriftlichen Arbeitsvertrag mit den wichtigsten Daten zu bekommen – Was die Aufgaben sind, wie viele Stunden pro Tag man arbeitet und was man an Geld bekommt.
  • auf einen Gehaltszettel – jeden Monat sollte man ein Papier mit der Höhe des ausgezahlten Lohns bekommen.
  • einen Mindestlohn zu erhalten (nach Regelung entsprechend der Altersstufen bzw. des Ausbildungsstandes)
  • dass vom Lohn keine illegalen Abzüge gemacht werden – abgesehen von legalen Abzügen wie Steuer oder Versicherungen.
  • während er krank ist, bezahlt zu sein. Der Arbeitnehmer muss aber seine Krankheit so schnell wie möglich mitteilen (also am besten gleich morgens anrufen). Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem kranken Arbeitnehmer sechs Wochen lang das Gehalt weiterzuzahlen.
  • auf bezahlten Urlaub (d.h. man wird für eine gewisse Zeit weiterbezahlt, obwohl man nicht arbeitet). In der Regel 20 Urlaubstage pro Jahr.
  • auf eine Beschränkung der Arbeitszeit pro Woche, d.h. in der Regel bis max. 42 Stunden. Sie können freiwillig Überstunden machen, aber der Arbeitgeber kann Sie nicht dazu zwingen.
  • dass die Arbeitsstunden pro Tag (8) und die Pausen den gesetzlichen Regeln entsprechen. Ebenso die freien Tage pro Woche.
  • bei Schwangerschaft in Mutterschutz zu gehen (6 Wochen vor und 8 Wochen nach dem Entbindungstermin) und Mutterschaftsgeld zu erhalten. Nach dem Mutterschutz haben sie das Recht auf eine Elternzeit und Elterngeld.
  • nicht diskriminiert werden zu dürfen – aufgrund von Rasse, Religion, Geschlecht, Behinderung, des Status eines Flüchtlings, etc.
  • den Grund zu erfahren, warum man gekündigt wurde – falls dies eintritt.
  • Mitglied einer Gewerkschaft zu sein oder nicht zu sein. Niemand kann Sie zwingen, einer Gewerkschaft beizutreten. Genauso kann Sie niemand davon abhalten, einer beizutreten. Es ist ihre Entscheidung.

Stellensuche in Deutschland

Erläuterung

Ob ein Asylbewerber eine Arbeit aufnehmen kann, hängt vom Aufenthaltstitel ab für dessen Ausstellung die örtlichen Ausländerbehörden zuständig ist. Sie ist gleichzeitig Ansprechpartner für alle Fragen zum Aufenthalt und zur Beschäftigungsaufnahme. Um eine solche Arbeitsgenehmigung (Vermerk im Aufenthaltstitel) und damit den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erlangen, wird zwischen der zuständigen Ausländerbehörde und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) das Arbeitsmarktzulassungsverfahren ausgeführt. Dabei wird geprüft, ob eine solche Arbeitsgenehmigung erteilt werden kann und/oder unter welchen Beschränkungen der Aufenthaltstitel für den Antragsteller ausgestellt werden kann. Aufgrund besonderer Umstände kann im Einzelfall der Zugang zum Arbeitsmarkt verweigert werden. Gegen einen solchen Bescheid kann Widerspruch eingelegt werden. Eine Arbeitsgenehmigung können Asylbewerber und Geduldete aufgrund einer gesetzlichen Neuregelung künftig bereits nach 3 Monaten Aufenthalt (bislang 9 Monate) beantragen. Nach 15 Monaten ist ein uneingeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt vorgesehen.

Einige nützliche Seiten zur Stellensuche in Deutschland

Informationen über Arbeit und Arbeitsrecht in Deutschland

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: http://www.bamf.de/DE/Willkommen/ArbeitBeruf/arbeitberuf-node.html

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Das sichere Arbeiten an Maschinen, mit Chemikalien und Werkzeugen oder die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ist essentiell für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Ungenügend abgesicherte Arbeitsplätze, Arbeitsunfälle und Erkrankungen der Mitarbeiter führen zu teuren Ausfallzeiten und mindern die Produktivität des Unternehmens.

In den Mitgliedsstaaten der EU existieren unterschiedliche Standards zum Arbeitsschutz. Zur internationalen Harmonisierung gibt es die sogenannte Rahmenrichtlinie für Arbeitsschutz. Darin werden Mindestanforderungen und wesentliche Risiken im Bereich der Arbeitsumwelt für den Sicherheits- und Gesundheitsschutz sowie die Arbeitshygiene definiert.

In Deutschland gibt das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) den Unternehmen einen sehr weiten Spielraum bei der Umsetzung, um den konkreten Gegebenheiten eines Betriebs gerecht zu werden. Arbeitgeber sind abhängig von ihrer Betriebsgröße und Betriebsart verpflichtet:

  • Unfallverhütungsvorschriften zu beachten und die Erste Hilfe zu organisieren;
  • die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu unterweisen;
  • ihre Mitarbeiter arbeitsmedizinisch durch einen Betriebsarzt betreuen zu lassen;
  • eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu bestellen. Diese verfügen über umfangreiche sicherheitstechnische Fachkenntnisse und unterstützen den Unternehmer bei der Durchführung der Arbeitsschutzmaßnahmen;
  • Sicherheitsbeauftragte zu benennen, die den Unternehmer ehrenamtlich bei der Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes unterstützen;
  • einen Arbeitsschutzausschuss einzurichten, der sich über Probleme der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes austauscht, Maßnahmen festlegt und koordiniert.

(Quelle: http://www.dguv.de/de/index.jsp)

Nützliche Links: